Spritzenzeit

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Der Tag neigt sich dem Ende.

Ich nehm die Spritze in die Hände.

Heut vielleicht mal in den Bauch?

Ich weiß es brennt auch ohne Rauch.

 

Die Beine schon voll dicker Beulen.

Ich könnt mal wieder richtig heulen.

Auch die schönen roten Flecken,

nicht Begeisterung in mir wecken.

 

Nebenwirkungen schnell verdrängt,

die Hand mit Spritze sich dann senkt.

Die Nadel meine Haut durchdringt.

Ich seh wie sie noch tiefer sinkt.

 

Den Kolben drückt mein Daumen runter,

es stimmt mich auch nicht gerade munter.

Wieder eine Spritze leer geschossen.

Tag ein Tag aus, das macht verdrossen.

 

Die Hoffnung bleibt mit diesen Dingern,

könnt ich die Schübe doch verringern.

Das stimmt mich froh und macht mich heiter,

so spritz ich täglich immer weiter.

 

Die Moral von dieser Geschicht,

ohne Spritzen wär´s ein Gedicht

©Manuela Liers

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